Bessere Fotos machen
By admin
Wer kennt das nicht? Oft betrachtet man seine eigenen Fotos und stellt fest, dass diese unter- oder überbelichtet sind oder dass das Auge des Betrachters von vielen, meist unwichtigen, Faktoren vom eigentlichen Bildinhalt abgelenkt wird.
Eigentlich ist es gar nicht so schwer schöne und ansprechende Fotos zu machen. Fangen wir einmal damit an, dass wir den Automatikmodus der Kamera verlassen, in dem die Kamera alles selbst steuert und dem Fotografen keine kreativen Freiheiten bleiben, durch kameraseitige Einstellungen seine Bilder zu verbessern.
Bevor ich auf die einzelnen Modi eingehe, muss das Grundverständnis von Blende und Belichtungszeit erläutert werden. In der Fotografie steuert man viel über die Blendenöffnung. Jedes Objektiv besitzt eine Blende, welche steuert, wie viel Licht auf den Film bzw. den Chip trifft. Allerdings ist das nicht alles, denn durch die Blendenöffnung kann die Schärfentiefe beeinflusst werden. Eine weit geöffnete Blende führt zu einer geringen Schärfentiefe, welche darin resultiert, dass das Objekt schön vom Hintergrund isoliert werden kann. In Fachkreisen sagt man, das Objekt vom Hintergrund freistellen. Die Blendenöffnung wird in F-Schritten angegeben. Hierbei bezeichnet z.B. F2,0 eine weiter geöffnete Blende als F4,0. Je kleiner die F-Zahl desto größer ist die Blendenöffnung. Die Blende ist das beste Mittel um kreativ zu fotografieren. Versuchen Sie das eigentliche Objekt durch angepasste Blende zum Beispiel im Zeitautomatikmodus (Bei Canon AV-Modus) so anzupassen, dass andere störende Objekte in Unschärfe verschwinden.
Dann gibt es noch die Belichtungszeit. Die Belichtungszeit steuert, wie lange der Verschluss geöffnet sein soll und reguliert somit, wie lange das Licht auf den Film bzw. auf den Chip einfallen soll. Bei dunklen Umgebungen muss natürlich die Belichtungszeit länger werden, was allerdings auch die Gefahr erhöht, die Belichtung zu verwackeln. Natürlich kann man auch die Blende weiter öffnen, damit in der gleichen Zeit mehr Licht einfällt. Wenn Sie nicht gerade Verwacklungen als Stilmittel einsetzen wollen, sollten Sie versuchen die Belichtungszeit möglichst kurz zu halten. Wenn Sie aber die Belichtungszeit gezielt steuern möchten, kann Ihnen der Blendenautomatikmodus (bei Canon TV) weiterhelfen, da Sie hier die Zeit vorgeben und die Kamera mithilfe der Blende automatisch versucht ein korrekt belichtetes Bild zu schießen. Wenn Sie volle Kontrolle über Ihre Fotos wünschen, ist der manuelle Modus (bei Canon M) der richtige. Dieser erfordert aber viel Erfahrung, da Sie hierbei auf alle Automatiken der Kamera verzichten und Blende und Zeit selbst einstellen müssen. Was auch helfen kann bessere Fotos zu machen ist, das Hauptobjekt nicht zentral zu positionieren, sondern es gemäß der drittel Regel zu platzieren. Da dies Spannung im Bild erzeugt und nicht langweilig wirkt.
Es kann keinen Masterplan geben mit dem man von jetzt auf gleich professionelle Bilder machen kann. Lediglich Tipps können helfen zu verstehen, wie gute Bilder funktionieren. Am Ende bleibt viel Übung um bessere Fotos zu machen.
Bildquelle: chrisphoto @ flickr

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